Blizzard führt Battle.net-Guthaben ein
12. Dez 2011 | von Torsten Mastnak | Kategorie: Allgemein, NewsDez 12
Wie Blizzard am Wochende über die offizielle WoW-Homepage mitteilte, arbeiten die Entwickler im Moment an der Implementierung des sogenannten “Battle.net-Guthabens” (engl. Battle.net-Balance). Damit möchte Blizzard vorrangig Diablo 3-Spielern eine Alternative ermöglichen, um über das Echtgeld-Auktionshaus von Diablo 3 einzukaufen oder Einkommen aus eigenen Verkäufen über das Auktionshaus gutschreiben zu lassen. Allerdings darf man mit dem Battle.net-Guthaben auch Produkte aus dem Blizzard-Shop oder sogar WoW-Spielzeit erwerben. “Aufgeladen” wird das Battle.net-Guthaben mit den gängigsten Zahlungsmethoden (PayPal, Kreditkarte, EC-Lastschrift etc.). Allerdings wird es hier einige regionale Unterschiede geben, je nachdem, welche Zahlungsmöglichkeiten für die Länder verfügbar sind. Mehr Informationen dazu findet ihr weiter unten in der offizellen Ankündigung und dem dazu passenden FAQ.
Nun gut, das Feature des Battle.net-Guthabens macht in Zusammenhang mit dem (umstrittenen) Echtgeld-Auktionshaus von Diablo 3 sinn. Wer sich jetzt aber ein wenig zurücklehnt und die Summe des Ganzen betrachtet, der könnte darauf schliessen, dass das Battle.net-Guthaben ein weiterer Schritt in die Richtung für ein zukünftiges Free to Play-Modell (F2P) für World of Warcraft werden könnte. Mit dieser Spekulation lehnt man sich zum jetzigen Zeitpunkt zwar etwas weit aus dem Fenster, jedoch haben die Entwickler schon weitere Bestandteile für ein F2P-Modell Stück für Stück integriert. Zuerst kam der Blizzard-Shop, in dem virtuelle Gegenstände (Mounts, Pets) für WoW erworben werden können. Dann wurde die 14-Tage Trial-Version abgeschafft und ein neues F2P-Modell bis Level 20 eingeführt. Dieses sollte zudem mit relativ geringem Aufwand auch problemlos erweitert und nach oben geschraubt werden können. Und erst vor kurzem führte Blizzard mit dem “Wächterjungen“-Haustier den ersten virtuellen Gegenstand aus dem Blizzard-Shop ein, der auch mit anderen Spielern gehandelt oder über das Auktionshaus verkauft werden darf. Mechaniken und Features, die in anderen F2P-MMOs durchaus üblich sind.
Das sich ein hybrides F2P-Modell durchaus lohnen kann, zeigte die Umstellung von Herr der Ringe-Online, DC-Universe Online oder erst vergangene Woche von EverQuest 2. Ob sich Blizzard jedoch jemals dazu entscheiden wird steht auf einem anderen Blatt. Ein möglicher Zeitpunkt für die Einführung eines solchen F2P-Systems könnte aber auch die kommende Erweiterung Mists of Pandaria oder die Einführung des nächsten großen Blizzard-MMos, Projekt Titan, sein. Bis dahin wird das Battle.net-Guthaben vorerst eine alternative Zahlungsmethode für WoW und für das Diablo 3-Auktionshaus bleiben.








