Stehlen ist einfacher als Sparen und da spätestens seit den Kinoauftritten von Danny Ocean und seinen Kumpanen klar ist, dass man auch als Dieb sehr stilvoll daher kommen kann, zeigen wir Ihnen nun, wo Sie in World of Warcraft die besten Reittiere mopsen können.

von Björn Schick

Adel verpflichtet!

 

Beginnen wir mit einem echten Klassiker. Dieser ist reichlich dürr, von einem mysteriös-bläulichen Dunst umgeben und wartet auf seine neuen Besitzer unter dem adligen Gesäß von Baron Totenschwur. Wohlgemerkt unter dem von dessen Variante im Untotenviertel von Stratholme. Und auch wenn die Zügel des Todesstreitrosses bislang noch nicht allzu häufig ihren Besitzer gewechselt haben, dürfte der damit beschworene Horrorgaul den meisten WoW-Zockern ein Begriff sein.

Satte 100% Temposteigerung sowie viele neidische Blicke machen diesen Klepper schließlich zu einem der begehrtesten Untersätze in ganz Azeroth. Und das Beste an der ganzen Geschichte: Den Instanz-Klassiker Stratholme durchkämmen Sie mit Ihren 80 Lenzen heutzutage mit links.

Kein Problem also, das morbide Pferdchen in die eigenen Stallungen zu lotsen, mögen Sie denken? Nun, geben Sie uns noch einen Augenblick, um Ihnen nach dem Besten auch noch das Schlechteste dieses Abenteuers zu erzählen. Dies ist nämlich die Dropchance des Edelmounts, die bei einem einsamen Prozentpunkt liegt. Dafür gibt es beim Vorgehen in der überrannten Stadt allerdings auch kaum etwas zu beachten, denn solange der Baron letzen Endes im Staub liegt, haben Sie eine Chance die Zügel in seinen Taschen zu finden.

Zeitreisen für Anfänger

Bei unserem nächsten Mountvertreter sieht die Sache da schon etwas anders aus. Denn um heutzutage noch an den Kriegsbär der Amani zu kommen, benötigen Sie zumindest einmal die Mithilfe eines Physikgenies, das Ihnen beim Krümmen von Zeit und Raum zur Seite stehen kann. Oder anders ausgedrückt: Wenn Sie nicht auf die Fähigkeit der Zeitreise zurückgreifen können, werden Sie es sehr schwer haben, den mit Patch 3.0 von Activision Blizzard aus dem Spiel gestrichenen Lachsliebhaber in die Finger zu bekommen.

Lass ihn raus, den Tiger!

Deutlicher realistischer gestaltet sich die Suche nach dem Schnellen zulianischen Tiger. Denn dieser befindet sich nach wie vor im Gepäck des Hohepriesters Thekal in Zul’Gurub – zumindest mit einer Chance von 0,6%. Wer sich das orangene Reittier mit seinen 100% Geschwindigkeitsbonus sichern möchte, muss allerdings nicht mehr wie zu den besten Tagen der Trollstadt mit 19 Freunden anrücken, sondern kann den mystischen Gestalten im dortigen Dschungel bereits mit etwa vier bis sechs Kumpanen das Fürchten lehren. Besonders gut ausgerüstete Charaktere schaffen es bisweilen sogar alleine durch die im Schlingendorntal gelegene Raidinstanz, so dass nur noch ein Helfer zum Erstellen eins Schlachtzugs vonnöten ist.

Raptoren-Rap

Dabei ist der Schnelle zulianische Tiger nicht das einzige Reittier, das sich in Zul’Gurub finden lässt. Denn auch der finstere Blutfürst Mandokir erledigt seine Einkäufe nicht zu Fuß. Lieber schwingt er sich auf den Rücken seines Schnellen Razzashiraptors, der ihm wie die anderen bisher vorgestellten Reittiere 100% mehr Geschwindigkeit verleiht. Da das Schuppentier auch noch richtig hübsch anzuschauen ist, lohnt es sich also, dem Spezialisten für die rote Körperflüssigkeit einen Besuch abzustatten. Leider scheint der Gute eine Tiefgarage oder zumindest einen Stellplatz für seinen reitbaren Untersatz zu haben, denn lediglich mit einer Dropchance von 0,6% hat der Wüterich den Raptor auch tatsächlich mit dabei.

 

Ein Pferd mit Sitzheizung

Kennen Sie das auch: Sie galoppieren wieder einmal in das schöne alte Alteracgebirge um Ihren Ogerfreunden einen guten Tag zu wünschen, doch irgendwie fühlen Sie sich unwohl. Sie frösteln und gerade Ihr Sitzfleisch ist doch deutlich unterkühlt. Dabei gibt es für dieses Problem doch bereits seit den Tagen des Brennenden Kreuzzugs eine Lösung.

Diese hört auf den eindrucksvollen Namen des Feurigen Schlachtrosses und die passenden Zügel dazu erhalten Sie bei Attumen dem Jäger in Medivhs altem Heim Karazhan. Auch dieser Gaul bringt 100% mehr Bewegungsgeschwindigkeit, wobei die Dropchance 0,8% beträgt. Benötigten Sie weiland noch neun Freunde, um Attumen in den Staub zu zwingen, gehen Karazhan-Besuche heutzutage auch schon bequem mit halbwegs aktuell ausgestatteten Fünfergruppen über die Bühne.

Nicht geteert, aber gefedert

Im Zuge der Erstellung der Quest für die epische Flugform der Druiden schien man sich bei Activision Blizzard gedacht zu haben dass man den Naturdienern zur Seite stehen muss indem man ihnen indirekt bereitwillige Helfer zur Seite stellt. Denn im Zuge der Questreihe gilt es in die heroische Ausgabe der Sethekkhallen hinabzusteigen und dort Anzu den Rabengott zu beschwören.

Dieser lässt in einigen wenigen Fällen (etwa 0,9%) die Zügel des Rabenfürsten fallen, mit denen ein episches Reittier beschworen werden kann, das, auch wenn der Name etwas anderes vermuten lässt, jedoch nur am Boden benutzt werden kann. Dennoch ist das Tier ob seines tollen Designs immer noch sehr begehrt und auch wenn man als Druide heute nicht mehr auf die mühsame und zugleich äußerst hübsche Questreihe für die epische Flugform angewiesen ist, lohnt daher der Besuch bei Anzu immer noch.

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