Fragt Sharlet (Teil 18) doch mal, wie der Start von Cataclysm gewesen ist
10. Dez 2010 | Gepostet von Maria Melhorn in Guides, Sonstiges, WoW: CataclysmDez 10
Sharlet erzählt euch heute alles über den Start der dritten World of Warcraft-Erweiterung. Und das sogar ohne, dass ihr mich überhaupt gefragt habt! Ist das nicht ein Service? Screenshots aus dem Spiel und Videos vom Mitternachtsverkauf in Berlin; Eindrücke von den ersten Stunden nach dem Cataclysm-Start; Und vor allem: Ganz viele Eindrücke vom schicken Login-Bildschirm, den sich Millionen Spieler zwischen 00:01 Uhr und ca. 00:40 Uhr angesehen haben.
Tja, Cataclysm ist erschienen und schon nach 6 Stunden und 13 Minuten gab es den ersten Level 85-Charakter (Kollege Mastnak berichtet)! Auf meinem Realm hat das ungefähr 12 Stunden gedauert. Auch nicht zu verachten. Jetzt sind sogar die “Höhö, ihr arbeitslosen Harzt 4-Suchtis”-Witze irgendwie out. Denn um den Charakter auf Level 85 zu bringen, müsste man sich lediglich einen Tag Urlaub nehmen und kann dann sogar noch ganz in Ruhe ein paar Berufe steigern und sich die Landschaft angucken. Blizzard, euer Plan, dass es dieses Mal länger dauern soll oder anspruchsvoller sein soll… ist irgendwie schief gegangen. Stört uns aber nicht. Das eigentliche coole Spiel beginnt so oder so erst auf Level 85, wenn es an die knackigen heroischen Dungeons und die neuen Schlachtzüge geht. Und bis dahin genießt ihr die Zeit in Hyjal, Vashj´ir, Tiefenheim und Co. und lasst euch vom Level-Druck nicht stressen. Der Weg ist das Ziel… oder so ähnlich.
Heute erzähle ich euch alles zum Cataclysm-Start und beantworte keine Fragen, die ihr mir gestellt habt. Doch ab nächster Woche geht es hier fröhlich weiter und ich informiere euch stets über alles, was ihr wissen möchtet. Eure Fragen könnt ihr hier ganz einfach direkt in den Kommentaren meiner Kolumne, im SpeedyDragon-Forum oder auf Facebook stellen.
Die Ruhe vor dem Sturm

Gegen 22:00 Uhr war Sharlet fertig vorbereitet und lief nur noch planlos und zappelnd durch Sturmwind. Ich fluchte darüber, dass ich IMMER NOCH NICHT einfach über Sturmwind fliegen kann, wenn ich von A nach B möchte. Das hat genervt! Ich war aber sowieso etwas gefrustet. Ich wollte, dass es endlich los geht. Und nicht nur ich. 12 Millionen Spieler warteten in der Nacht vom 06.12. auf den 07.12. auf den Start der dritten World of Warcraft-Erweiterung Cataclysm. Übrigens war an diesem Abend auch die offizielle World of Warcraft-Seite nicht erreichbar – nur für die Accountverwaltung (Kollege Mastnak berichtet). Der Handelschannel explodierte quasi und niemand hatte mehr Interesse daran, irgendwas zu verkaufen. Ungefähr alle drei Minuten erschien die Chat-Nachricht “Ist schon Cata??” im Handels- oder Gildenchannel und die Antwort “Nein, Mann! Erst um 00:01″. Aber das konnten die Spieler, die gerade neu eingeloggt hatten ja nicht lesen… also wurde wieder gefragt. Hach, das war amüsant. Ich erledigte zwischendurch noch die neuen Angel- und Kochquests, ohne Abgeben.

Gegen 23 Uhr beschloss ich, auch noch meinen Bankcharakter “Mehlhörnchen” auszumisten und irgendwie zu sortieren. Um 23:30 tätigte ich dann einen Frustkauf und gab etwas über 4000 Gold für das Meisterhafte Reiten aus. Den Erfolg Durchbrechen der Schallgrenze gab es dann noch oben drauf. Glücklicher war ich dann aber irgendwie überhaupt nicht. Nur pleite. Tick Tack, Tick Tack…
Ahhhh, ist schon Cata??!
“Ja, Mann! Jetzt! Cata ist da!”… Ne, warte mal. 00:02 Uhr und der Bergbau-Lehrer hat keine neuen Sachen für mich. Doof. Wahrscheinlich muss ich mich neu einloggen. Gesagt, getan. Gnaaa! Immer noch nichts. Dann kam aber doch noch eine Meldung von Blizzard und die Aufforderung, dass das Spiel vollständig neu gestartet werden muss.

Ich habe also nichtsahnend das Spiel geschlossen und mit schweißnassen Händen neu eingeloggt. Ich bin seit Monaten in der Beta unterwegs gewesen, war aber trotzdem wahnsinnig nervös! Frag mich einer warum. Keine Ahnung.
Bäm. Nix einloggen.
Warten…

Und warten…

Und warten…

Nach dem Eintragen von 87 einzigartigen Authenticator-Nummern stellte ich gegen 00:27 Uhr fest: Es gibt einen Blizzard-Gott und ich darf einloggen. Und anscheinend hatten das noch nicht besonders viele Spieler geschafft. Denn in Sturmwind war es jetzt totenstill und kaum ein Spieler war online. Und wenn doch, dann hat er sich gar nicht ausgeloggt, sondern ohne Cataclysm weitergespielt.

Auf ins Abenteuer
Es ist also vollbracht. Ich habe ganz schnell die neue Bergbau-Fähigkeit und das Fliegen in Azeroth erlernt und mich mit dem Heldenaufruf vom Schild ausgestattet. Mit der Quest auf in die Burg Sturmwind und ab ins Druidengebiet. Von dort aus ging es dann weiter nach Hyjal. Das Gebiet hatte ich in der Beta noch überhaupt gar nicht selber gesehen. Nur auf Bildern. Und ich fand’s … hmm… wunderschön. So grün! So farbenfroh! So einladend! Doch, gefällt mir. Und als ich mit dem Questen angefangen habe, war der Server auch noch richtig angenehm leer. Die meisten Spieler mussten sicherlich am Dienstag arbeiten oder hatten sich die Catacylsm-Version bestellt und noch nicht per Post bekommen. Mein erster Ingame-Eindruck vom Cataclysm-Start war definitiv positiv. Es waren zwar viele Spieler unterwegs, aber es ruckelte nicht und die Gegner erschienen auch im Sekundentakt neu. Ich hatte über zwei Stunden lang keine Probleme irgendwelche Quests abzuschließen.





Und dann war es auch schon fünf Uhr und meine Müdigkeit überrollte mich. Level 81 war geschafft und es war wirklich ein toller Spaß. Anders als in Wrath of the Lich King hatte ich das Gefühl, dass es dieses Mal sehr viel ruhiger war und weniger Fragen bei den Spielern offen waren. Es schien, als hätte Blizzard Cataclysm etwas sorgfältiger durchdacht oder die Spieler sind informierter, als bei der Erweiterung zuvor. Das ganze Speedydragon-Team war in dieser Nacht unterwegs. Wobei Kollege Gollert deutlich früher die Segel gestrichen hat, als Kollege Mastnak und ich. Wir sind eben die wahren kataklysmischen Helden!
Bilder-Galerie der Cataclysm-Nacht
Torsten Mastnak, Knut Gollert und Maria Melhorn auf Erkundungstour in der Nacht vom 06.12. zum 07.12.2010.
Auch im Real Life war einiges los
Natürlich spielte sich dieser Start von Cataclysm nicht nur im Spiel selber ab, sondern auch in der wirklichen Welt. Die Pizza-Lieferanten haben an diesem Abend vermutlich zehn Mal so viel Umsatz gemacht an den 12 Millionen Gamern dieser Welt. Viele Spieler sind zum Start der Erweiterung zu einem Mitternachtsverkauf gegangen. Da gab es in fast jeder größeren Stadt einige Läden, die nachts um Zwölf die Türen öffneten, um den Fans Cataclysm zu verkaufen. Wer es besonders spektakulär haben wollte, der hat sich nach Berlin begeben und dort das einzigartige Mitternachtsverkaufs-Event mit Blizzard, tausenden Gamern und Journalisten aus ganz Deutschland genossen. Unser Kollege Hendrik Weins vom Server Down Show-Team ist für IDG Entertainment vor Ort gewesen. Schaut euch die aktuelle Server Down Show an, um alles über den Mitternachtsverkauf in Berlin zu erfahren. Und wenn ihr damit fertig seid: Cataclysm einloggen. Weitermachen.
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Maria Melhorn arbeitet schon seit ein paar Jahren als freie Journalistin für diverse Spielemagazine, darunter auch das GameStar MMO Magazin. World of Warcraft spielt sie schon seit September 2005 und seit 2006 ihre Priesterin Sharlet auf der Todeswache. Irgendwann fiel ihr auf, dass es (damals) so gut wie keine deutschen Level-Guides gab. Also schrieb sie selber welche und veröffentlichte sie anschließend auf ihrer Internetseite. Nun schreibt sie auch für Speedydragon.de und beantwortet jeden Freitag Eure Fragen zu World of Warcraft. Egal ob allgemeine Themen, Guides zu Weltereignissen oder Questhilfen – Sharlet hat die Antworten. Ach ja: Macht euch keine Hoffnungen, Jungs. Sie ist vergeben! |








5 Kommentare
Kommentar von Cartman am 10. Dezember 2010 um 10:21
Also bei mir auf dem Server ist nichts anders als bei WotLK.
Gestern abend: Schlange stehen für Questmobs. OK, die Respawnrate ist diesmal abartig hoch. Was aber dazu führt, daß man manchmal nicht mehr vom Fleck kommt, weil der Mob, den man eben gebraten hat schon wieder steht…
Der Chatkanal in Hyjal ist voller dummer Fragen. “Suche Magier”, “Hilfe, habe nur 75 Quests gemacht und finde keine mehr”, “Wo ist hier der Fluglehrer”, “Warum ist das hier alles so grün”.
Nach knapp 2 Stunden und Level 81 1/2 machen sich Sorgenfalten auf meiner Stirn breit. Geht das Questen jetzt überall so schnell? Dann bin ich ja bis spätestens Montag erstmal durch. Gut, warten noch 9 weitere Klassen, Goblin und Worgen. Aber irgendwie ist Cataclysm die kleinste Erweiterung bisher (wenn man vom 1-60 Inhalt absieht, den bekommt aber eh jeder).
Nichtsdestotrotz macht das Questen Spaß, Das T10 ist schon eingestampft, die neuen Klamotten sehen aber nicht soo schlimm aus. Die Story in Hyjal ist nett, man hat das Gefühl wirklich was zu tun.
Kommentar von Parila am 10. Dezember 2010 um 11:13
Da ich am Dienstag arbeiten müsste, wollte aber noch vor der Arbeit Cata erleben, bin ich sehr früh ins bett geganden(ca.21Uhr). Und bin dann um 4 Uhr früh aufgestanden. So könnte ich ca 2 Stunde spielen und habe sogar erste ini gemacht. Sehr schön.
Kommentar von Waikiki am 10. Dezember 2010 um 11:44
Hmm, scheint ja wirklich schnell zu gehen. Bei uns in der Gilde ist auch der erste ohne Grinden auf 85. Ich finde es schade. Ich hatte mich auf 1-2 Monate questen gefreut. So ca. 120 Stunden Spielzeit hätte Blizzard ruhig für die 5 Stufen einplanen können. D. h. es sind im Januar die ersten schon gelangweilt, weil man wieder nur zum 50sten mal durch ne Ini rennt um dann schnell zu Raiden und das wars… *gähn* Naja wir werden sehen was die Zukunft bringt…
Kommentar von Penny am 10. Dezember 2010 um 16:45
hmmm, ich zocks jetzt seit dem 7. sporadisch und bin auch schon knapp 82, ich spiel in der Regel wirklich wenig, vom lvln her find ichs eigentlich auch zu schnell. Ich zocke jetzt seit 2005 und was das lvln angeht war BC bisher das anspruchvollste ( mein Gefühl ) Add-On.
Ansonsten sehr gelungen, die Inis ( hab bisher nur 1 gesehen ) find ich aber zu leicht, in der Beta war die 1. durchaus schwerer^^, oder die Leute einfach nur blöder^^…..
seis drum, hab von Anfang an gezockt, und werds solange zocken bis die Server wahrscheinlich vom Netz gehen….seh es als Spiel , als Abwechslung zum teils stressigen Altag und als nix anderes…………
Kommentar von Mimi am 11. Dezember 2010 um 14:44
Klar gehts schnell, aber anders ist es vermutlich kaum machbar.. Was auf den doch relativ kleinen Gebieten für Mengen an Quests reingepfercht wurde, ist schon erstaunlich. Im Hyal wurde ja teils sogar auf instanzierte Gebiete zurückgegriffen, um wirklich ne ganze Story einzubringen.
Da ist es nicht wirklich verwunderlich, dass es schnell geht. Würde man aber nur die Hälfte der Erfahrung bekommen, steht man schnell ohne Questgebiet da, und zu geringem Level fürs nächste Gebiet.
Und mal ehrlich – zu entdecken gibts in den neuen alten Gebieten mehr als genug für viele weitere Stunden. Man darf ja nicht vergessen, dass da auch entwickelt wurde, nicht nur die neuen Gebiete.
Ich finde, es passt schon ganz gut. Schlimm finde ich nur die Umsetzung. So viele Rechtschreib- und Formatierungsfehler wie allein zB im Loch Modan hab ich in 6 Jahren WoW nicht gesehen. Schlampig… *find*
Die neuen Gebiete sind zwar besser, aber auch da ist vieles im Argen.